Wichtige Verhaltenshinweise
Die Spitzsteinwand befindet sich auf dem privaten Almgelände der Auer- und Tristmahlnalm. Besonders bei der Tristmahlnalm tangiert das Klettern an der Spitzsteinwand die unmittelbare Privatsphäre des Almbauern. Die lokalen Kletterer pflegen einen engen und guten Kontakt zu den Almleuten, das soll so bleiben. Daneben handelt es sich um ein Biotop mit vielen Tier- und Pflanzenarten. Bitte haltet Euch an folgende Regelungen, damit das Klettern an dieser tollen Wand weiterhin möglich ist:
1. Der Wandbereich unterhalb der Sektoren Pilastro und Arkadien (rechts des Hauptsektors) ist Wassereinzugsgebiet der Tristmahlalm. Auf keinen Fall Toilettengänge in dieser Zone absolvieren. Sollte das Wasser der Tristmahlnalm mit Fäkalkeimen verschmutzt werden, muss die gesamte Wand gesperrt werden! Ebenfalls bitte unterlassen: Hände oder gar Hunde im Brunnentrog waschen, sonst trinken die Kühe das Wasser nicht mehr!
2. Respektiert die Almbauern und deren Privatsphäre und seid freundlich zu ihnen! Sie leben seit Jahrzehnten den ganzen Sommer dort oben, stehen früh auf und arbeiten hart. Wenn sie sich gestört fühlen und vielleicht mal pampig werden sollten, dann ist das Gebot der Stunde Diplomatie und vielleicht auch mal eine Entschuldigung, keinesfalls aber dumme Sprüche!
3. Fahrräder/E-Bikes nicht an der Aueralm innerhalb der Zäune im Weidegelände abstellen (es haben sich so bereits Kälber verletzt) oder an den Brunnen ketten. Eine Empfehlung für eine Abstellmöglichkeit werden wir noch mit den Almleuten besprechen.
4. Seid leise an der Wand. Die Wand wirkt wie ein Schallverstärker hin zur Tristmahlnalm. Bei Windstille hört man unten an der Alm jedes gesprochene Wort, lautes Herumgeschreie, Anfeuern, Schimpfen oder Kindergeschrei oben an der Wand stört die Almleute massiv. Ganz besonders gilt das auch für Bohrmaschinenlärm oder gar Laubbläser (!) womit kürzlich jemand am Abend noch meinte, Routen säubern zu müssen. Falls jemand an der Wand nochmal etwas bohren möchte, sollte er sich vorab mit den Almleuten bzw. dem Klettergebietsbetreuer Michi Hartmann abstimmen, der einen direkten Draht zu ihnen hat.
5. Achtet auf Vegetation und Tierwelt. Vermeidet übertriebene Felssäuberungen - jedes Grasbüschel und jede Pflanze ist Teil des dortigen Lebensraums, das gilt auch für den Wandfuß. Routen in denen Vögel brüten, sollten in der Brutzeit bis ca. Ende Juni gemieden werden, vor allem betrifft das die Mehr-Seillängenrouten.